Die Suche nach der vollkommenen Sprache

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Im Original unter La Ricerca della Lingua Perfetta nella Cultura Europea bei Edizione Laterza, Roma-Bari, 1993 erschienen trägt das Buch von Umberto Eco im Deutschen den Titel Die Suche nach der vollkommenen Sprache (1994).

Rezension nach Ludger Lütkehaus, in Süddeutsche Zeitung:

In welcher Sprache spricht der Schöpfungsgott zu Adam, und worin benennt Adam die Geschöpfe? Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Das Titelbild der Originalausgabe zeigt ein Bild vom Turmbau zu Babylon. Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach.

Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.

Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem Foucaultschen Pendel auf und behandelt unter den Aspekten der vollkommenen gegenüber einer universellen Sprache zugleich europäische Kulturgeschichte.

Eco sieht die künftige Aufgabe in der Herausbildung einer Gemeinschaft von Menschen, die in der Lage sind, den Geist, das Aroma, die Atmosphäre einer anderen Sprache zu erfahren.

Titelei

U. E.

Titel: Die Suche nach der vollkommenen Sprache

Bei: Verlag C. H. Beck — Europa bauen, München

Jahr: 1994

388 Seiten

Inhalt

Verzeichnis der Kapitel:

Einleitung

  1. Von Adam zur Confusio linguarum
  2. Die kabbbalistische Pansemiotik
  3. Die vollkommene Sprache bei Dante
  4. The Ars magna des Raimundus Lullus
  5. The monogenetische Hypothese …
  6. Kabbbalistik und Lullismus in der Neuzeit
  7. Die vollkommene Sprache der Bilder
  8. Die magische Sprache
  9. Die Polygraphien
  10. Die apriorisch philosophischen Sprachen (Commenius, Descartes)
  11. George Dalgarno
  12. John Wilkins
  13. Francis Lodwick
  14. Von Leibniz zur Éncyclopédie
  15. Die philosophischen Sprachen von der Aufklärung bis heute
  16. Die Welthilfsssprachen
  17. Konklusionen (Die Neubewertung Babels. Das Übersetzen. Die Gabe an Adam.)
  18. Anhang (Bibliographie, Glossar einiger Buchtitel, Namenregister)

Motto

Von Francesco Soave (aus 1774)

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